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ClaudeArbeit·15 Minuten·Zuletzt geprüft: Oktober 2026

Claude Mods: so baust du dir deine eigenen Mods

Mit Mods baust du Claude Code nach deinen Wünschen um — neue Anzeigen, Warnungen vor riskanten Befehlen, eigene Befehle. Claude schreibt sie dir selbst.

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Philipp

Hey, ich bin Philipp 👋

Seit Anfang Oktober 2026 gibt es in Claude Code Mods. Damit änderst du, wie Claude aussieht und wie es arbeitet: Du bekommst zum Beispiel eine Anzeige, wie voll dein Kontext ist, oder eine Warnung, bevor Claude etwas löscht. Das Beste: Du musst dafür nicht programmieren. Du beschreibst Claude, was du willst, und Claude baut den Mod selbst. Hier zeige ich dir, wie das geht — mit meinen Prompts zum Kopieren.

Ehrlich vorweg: Die Schritte stammen aus der offiziellen Dokumentation von Anthropic (code.claude.com, Stand 10. Oktober 2026). Mods laufen in Claude Code — im Terminal ab Version 2.1.287 und im Code-Tab der Claude-Desktop-App. Dafür brauchst du ein bezahltes Claude-Abo.

1Was ein Mod ist

Ein Mod ist ein kleines Plugin, das innerhalb von Claude Code läuft. Er reagiert auf Ereignisse — etwa wenn Claude ein Werkzeug benutzen will oder wenn du einen Prompt abschickst — und kann dabei etwas anzeigen, nachfragen oder eingreifen. Laut Anthropic kann ein Mod unter anderem:

Was Mods können

  • Eine eigene Anzeige zeichnen: einen Bereich neben dem Gespräch oder ein Band über dem Eingabefeld.
  • Teile der Oberfläche von Claude Code umgestalten, etwa die Ladeanzeige.
  • Einen Werkzeug-Aufruf anhalten und dich vorher fragen — zum Beispiel bevor Dateien gelöscht werden.
  • Eigene Befehle hinzufügen, die sofort laufen, ohne dass Claude erst nachdenken muss.

Anthropic zeigt drei Beispiele: „Token Weather“ zeigt über dem Eingabefeld eine Art Wetterbericht, wie voll dein Kontextfenster ist. „Blast Radius“ hält riskante Befehle wie ein Löschen an und zeigt, was sie verändern würden. „Replay Theater“ spielt die Dateiänderungen der letzten Antwort Schritt für Schritt ab.

2Prüfe deine Version

Mods sind in aktuellen Versionen automatisch eingeschaltet. Im Terminal prüfst du die Version mit diesem Befehl — angezeigt werden muss 2.1.287 oder höher:

Im Terminal

claude --version

In der Desktop-App tippst du im Code-Tab in einer lokalen Sitzung /status und liest die Zeile „Claude Code“. Ist die Version älter, aktualisierst du Claude Code bzw. die App.

3Lass Claude deinen Mod bauen

Öffne eine Claude-Code-Sitzung und beschreibe in eigenen Worten, was der Mod tun soll. Claude nutzt dafür einen eingebauten Skill namens „plugin-authoring“. Damit du gleich ein gutes Ergebnis bekommst, habe ich dir einen Einstiegs-Prompt geschrieben:

Vorlage — von mir formuliert: Mod bauen lassen

Bau mir einen Mod für Claude Code. Nutze dafür den Skill plugin-authoring. Das soll der Mod tun: [beschreibe hier in ein, zwei Sätzen, was passieren soll] Halte den Mod so klein wie möglich, erkläre mir in einfachen Worten, was er macht, und sag mir am Ende, wie ich prüfe, ob er geladen ist.

Drei Ideen, die ich im Video gezeigt habe — du setzt sie einfach in die eckige Klammer ein:

Idee 1: Warnung vor dem Löschen

Bau mir einen Mod, der mich warnt, bevor du Dateien löschst.

Idee 2: Kontext im Blick

Bau mir einen Mod, der über dem Eingabefeld anzeigt, wie voll mein Kontextfenster ist, und mich bei über 70 Prozent daran erinnert, eine neue Sitzung zu starten.

Idee 3: Selbst-Check nach jeder Aufgabe

Bau mir einen Mod, der nach jeder Antwort, in der du Dateien geändert hast, einen Befehl /check anbietet. Wenn ich ihn ausführe, sollst du deine Änderungen noch einmal prüfen und mir sagen, ob etwas fehlt oder kaputt sein könnte.

4Den Mod freigeben und prüfen

So geht es weiter

  • Claude schreibt den Mod in einen eigenen Ordner unter ~/.claude/dev-mods/. Weil das ein geschützter Ordner ist, fragt Claude Code bei jeder Datei nach — gib sie frei.
  • Bei der ersten Datei fragt Claude Code, ob Hot Reloading für die Sitzung aktiviert werden soll. Wähle „Enable for this session“, dann läuft der Mod am Ende der Antwort.
  • Zum Prüfen tippst du /plugin und wechselst mit Tab zu „Installed“. Dort steht dein Mod — und dort schaltest du ihn auch wieder aus.

5Fertige Mods installieren

Mods werden wie Plugins aus einem Marketplace installiert: in der Sitzung mit /plugin install name@marketplace oder im Terminal mit claude plugin install name@marketplace. Die Beispiel-Mods von Anthropic liegen im Repository claude-code-playground.

Wichtig zu wissen

  • Ein Mod läuft mit deinen Rechten und nicht in einer Sandbox. Er kann Dateien lesen und schreiben, Programme starten und deine Sitzung mitlesen. Installiere fremde Mods nur von Quellen, denen du vertraust.
  • Vor der Installation zeigt dir claude plugin validate ./ordner-des-mods, worauf ein Mod zugreift.
  • Die Berechtigungsabfrage selbst kann kein Mod verändern.
  • Alle Mods für eine Sitzung ausschalten: Claude Code mit --safe-mode starten.
  • Ein Mod, der ein Modell aufruft, verbraucht dein Nutzungskontingent.

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