Hey, ich bin Philipp 👋
Jeder verbrennt gerade sein Nutzungslimit bei Claude — weil Opus auch die einfachsten Aufgaben erledigt: einen Tippfehler verbessern, ein Dokument umbenennen. Dann ist das Limit oft schon erreicht, bevor die schwierigen Aufgaben überhaupt kommen. Die Lösung ist ein Loop: Opus plant und kontrolliert, die Fleißarbeit dazwischen machen kleinere Modelle. Hier bekommst du meinen Prompt dafür zum Kopieren und eine einfache Anleitung, wie du ihn einsetzt.
1Warum dein Limit so schnell weg ist
Nicht jedes Modell kostet dich gleich viel von deinem Kontingent. Anthropic schreibt dazu selbst: Ein Arbeitsschritt mit Opus kostet ein Mehrfaches von Sonnet, und Sonnet mehr als Haiku. Wenn Opus also auch den Kleinkram erledigt, zahlst du für jeden Tippfehler den Spitzenpreis. Anthropics eigene Empfehlung lautet deshalb: mit Opus planen, mit Sonnet umsetzen. Der Plan ist die Stelle, an der sich das tiefere Nachdenken wirklich lohnt — die Umsetzung danach ist meist Handarbeit.

2Welches Modell macht was
Die Arbeitsteilung im Loop
- Opus: plant die Aufgabe, teilt sie in Pakete auf und prüft am Ende jedes Ergebnis.
- Sonnet: setzt die einzelnen Pakete um — Texte, Zusammenfassungen, die eigentliche Arbeit.
- Haiku: übernimmt rein mechanische Schritte wie Umbenennen, Sortieren oder Tippfehler verbessern.

3Öffne Claude Code und wähle Opus
In der Claude-Desktop-App wechselst du in den Tab Code (neben Chat und Cowork). Wähle den Ordner, in dem Claude arbeiten soll, und stell im Auswahlmenü neben dem Senden-Knopf das Modell auf Opus. Im Terminal startest du Claude Code mit dem Befehl claude und wechselst mit /model opus. Bei Pro, Max, Team und Enterprise ist Opus 5.5 laut Anthropic ohnehin schon das Standardmodell — kurz nachsehen schadet trotzdem nicht.
4Gib deine Aufgabe ein und füge den Prompt hinzu
Schreib zuerst ganz normal, was Claude erledigen soll. Im Video habe ich dieses Beispiel genommen:
Lies alle Dateien, benenne sie um und sortiere sie in Ordner
Darunter kopierst du diesen Prompt. Er legt fest, wie Claude arbeitet: Opus plant und prüft, kleinere Modelle machen die Arbeit.
Arbeitsweise: Du (Opus 5.5) planst und prüfst, kleinere Modelle machen die Arbeit. 1. Plan: Sieh dir die Aufgabe an und teile sie in klar abgegrenzte Pakete auf. Leg für jedes Paket Eingabe, erwartetes Ergebnis und Prüfkriterium fest. 2. Ausführung: Gib jedes Paket per Agent-Tool an einen Subagent mit model: "sonnet" weiter, bei rein mechanischen Schritten mit model: "haiku". Unabhängige Pakete laufen parallel. Mach die Einzelschritte nicht selbst. 3. Prüfung: Kontrolliere am Ende selbst jedes Ergebnis gegen die Prüfkriterien. Schau dabei stichprobenartig in die echten Dateien, verlass dich nicht nur auf die Berichte. Fehlerhafte Pakete gehen mit konkreter Korrektur zurück an einen Subagent. 4. Bericht: Fass kurz zusammen, was erledigt ist, was du geprüft hast und was offen ist.
5Was Claude dann macht
Claude baut sich jetzt selbst die nötigen Subagenten auf. Jeder Subagent arbeitet in einem eigenen Kontext und bekommt nur sein Paket. Unabhängige Pakete laufen gleichzeitig. Opus wartet, sammelt die Ergebnisse ein, schaut stichprobenartig in die echten Dateien und schickt fehlerhafte Pakete mit einer konkreten Korrektur zurück. Am Ende bekommst du einen kurzen Bericht: was erledigt ist, was geprüft wurde und was noch offen ist. In der Desktop-App kannst du den laufenden Subagenten im Tasks-Bereich zuschauen (über das Menü Views).

Wichtig zu wissen
- Subagenten sind nicht kostenlos: Laut Anthropic zählen ihre Anfragen auf dasselbe Nutzungslimit wie dein Hauptgespräch. Du sparst, weil die kleineren Modelle pro Arbeitsschritt weniger verbrauchen als Opus — nicht, weil die Arbeit verschwindet. Für eine Mini-Aufgabe mit zwei Dateien lohnt sich der Loop deshalb kaum. Er spielt seine Stärke bei größeren Aufgaben mit vielen gleichartigen Schritten aus.
- Wie viel du genau sparst, hängt von deiner Aufgabe ab. Nachsehen kannst du es in Claude Code mit /usage oder in der Desktop-App über den Nutzungsring neben der Modellauswahl.
- Nicht verwechseln: Claude Code hat auch einen Befehl /loop. Der wiederholt einen Prompt in festen Abständen und hat mit diesem Loop nichts zu tun.
- Anthropic hat eine eingebaute Variante der Idee: Das Modell opusplan nutzt Opus im Planungsmodus und wechselt für die Umsetzung automatisch zu Sonnet. Der Prompt oben geht weiter, weil er Haiku für mechanische Schritte einbezieht und Opus am Ende prüfen lässt.
- Die Bilder in diesem Guide sind Grafiken aus dem Video, keine Bildschirmfotos aus Claude.
Wie Subagenten arbeiten und wie ihr Modell festgelegt wird (englisch).
Modellwahl, Subagenten und warum der Verbrauch steigt (englisch).
Hier steht die Empfehlung „Plan with Opus, execute with Sonnet“ (englisch).