ArbeiteMitKI.de
← Zurück zu den Ressourcen

ClaudeUnternehmen·30 Minuten·Zuletzt geprüft: September 2026

Google Kit: Claude holt dir lokale Firmenkontakte aus Google Maps

Ein kostenloses Open-Source-Kit läuft auf deinem Rechner — du nennst Claude Stadt und Branche und bekommst eine saubere Liste mit Name, Telefon, E-Mail und Adresse.

✓ Ohne Vorkenntnisse✓ Kostenlos

Philipp

Hey, ich bin Philipp 👋

Wer neue Kunden in seiner Stadt sucht, klickt sich sonst stundenlang durch Google Maps und tippt Telefonnummern ab. Das Google Maps Scraper Kit macht das anders: Es läuft auf deinem eigenen Rechner, du sagst Claude nur Stadt und Branche — und bekommst eine saubere Liste zurück, mit Name, Telefonnummer, E-Mail, Webseite und Adresse. Das Kit ist Open Source und kostet nichts. Hier steht, wie du es einrichtest und was du dabei beachten musst.

Bitte einmal lesen, bevor du loslegst: Das Kit ruft Google Maps wirklich ab — laut der offiziellen Anleitung verstößt das gegen Googles Nutzungsbedingungen, und bei zu vielen Abfragen sperrt Google deine IP-Adresse vorübergehend (dein Google-Konto bleibt unberührt). Wichtiger noch: Telefonnummern und E-Mail-Adressen sind personenbezogene Daten. Für Deutschland heißt das DSGVO — und Werbe-E-Mails ohne Einwilligung sind nach dem Wettbewerbsrecht heikel, auch an Firmen. Recherchieren und Kontakte prüfen ist das eine, blind anschreiben das andere. Im Zweifel lass deine Vorgehensweise von jemandem prüfen, der sich damit auskennt.

1Was du dafür brauchst

Zwei Programme, beide kostenlos

  • Docker Desktop — darin läuft der eigentliche Scraper. Einmal installieren, danach startest du ihn mit einem Befehl.
  • Claude Code — damit Claude den Scraper für dich bedient. Ohne Claude geht es auch, dann tippst du die Befehle selbst.
  • Das Kit selbst — ein Ordner von GitHub, den du herunterlädst.

Docker klingt technischer, als es ist: Du installierst das Programm, startest es einmal, und ab da läuft es im Hintergrund. Auf einem Mac mit Apple-Chip läuft der Scraper in einer Emulation — falls er nicht startet, steht in der Anleitung des Kits, welche Zeile du in der Datei docker-compose.yml entfernen musst.

2Das Kit herunterladen

Das Kit liegt öffentlich auf GitHub. Auf der Seite klickst du auf den grünen Knopf „Code“ und dann auf „Download ZIP“ — oder du holst es dir mit einem Befehl, wenn du git installiert hast.

GitHub-Seite des Projekts google-maps-scraper-kit mit dem grünen Code-Knopf und der Dateiliste
Die Projektseite auf GitHub: grüner Knopf „Code“ rechts, darunter die Dateien des Kits.
Mit git herunterladen

git clone https://github.com/Mahanaicoach/google-maps-scraper-kit cd google-maps-scraper-kit

Google Maps Scraper Kit auf GitHub

Dort stehen auch die ausführliche Einrichtung (SETUP.md) und alle Sicherheitshinweise.

Startseite des Projekts mit Titel Google Maps Scraper Kit und Beschreibung
So stellt sich das Kit selbst vor: ein Scraper, der lokal läuft, und ein Claude-Skill, der ihn bedient.

3Den Scraper starten

Du öffnest das Terminal im Ordner des Kits und startest den Scraper mit einem einzigen Befehl. Beim ersten Mal lädt Docker dabei ein paar hundert Megabyte herunter — das dauert einmalig ein paar Minuten.

Scraper starten

docker compose up -d

Danach prüfst du, ob er wirklich läuft. Der zweite Befehl soll eine leere Liste ausgeben — also zwei eckige Klammern. Dann steht alles bereit.

Läuft er?

curl http://localhost:8080/api/v1/jobs

Der Scraper läuft jetzt nur auf deinem Rechner, unter der Adresse localhost:8080. Dort gibt es auch eine kleine Oberfläche im Browser, falls du lieber klickst als tippst.

4Claude den Auftrag geben

Jetzt kommt der eigentliche Trick: Im Ordner des Kits liegt eine Anleitung für Claude. Öffnest du den Ordner in Claude Code, liest Claude sie mit und weiß, wie der Scraper zu bedienen ist — du musst keinen einzigen technischen Befehl mehr kennen.

Claude im Kit-Ordner starten

cd google-maps-scraper-kit claude

Und dann schreibst du einfach, was du suchst. Genau diesen Satz habe ich im Video benutzt:

Der Prompt aus dem Video

Suche für mich alle Unternehmen in Stuttgart in meiner Nähe und gib mir die Kontaktdaten.

Claude prüft dann selbst, ob der Scraper läuft, startet den Auftrag, wartet auf das Ergebnis, lädt die Liste herunter und räumt sie auf. Du bekommst am Ende eine fertige Tabelle. Wenn du es kürzer magst, gibt es im Kit auch feste Befehle — sie stehen in der Anleitung des Projekts:

Die Kurzbefehle in Claude Code

  • /scrape <Branche> in <Stadt> — ein Durchlauf, fertige Tabelle
  • /scrape-batch — viele Suchen auf einmal aus einer Liste
  • /scrape-setup — Scraper starten und prüfen, ob er läuft
  • /scrape-jobs — laufende Aufträge ansehen oder löschen

5Was in der Liste steht

Der Scraper holt pro Eintrag rund 34 Felder, das Kit wirft den Ballast weg und behält das, womit du wirklich arbeiten kannst: Name, Telefonnummer, E-Mail, Webseite, Kategorie, Adresse, Bewertung und Anzahl der Bewertungen.

Abschnitt der Projektseite, der auflistet, welche Felder das Kit liefert und welche nicht
Das Projekt sagt selbst klar, was drin ist — und was nicht.

Dazu gibt es eine Zusatzoption: Auf Wunsch geht das Kit auf die Webseite jeder Firma und liest dort die verlinkten Social-Media-Profile aus — Instagram, Facebook, LinkedIn. Das dauert länger und klappt nur bei Firmen, die ihre Profile auch verlinken. Wichtig zur Einordnung: Es ist kein Social-Media-Scraper. Instagram, TikTok oder YouTube selbst rührt es nicht an.

6Wieder ausmachen

Wenn du fertig bist, hältst du den Scraper wieder an. Er belegt sonst Speicher und läuft im Hintergrund weiter.

Anhalten

docker compose stop

Wichtig zu wissen

  • Fang klein an: ein Auftrag nach dem anderen, und die Suchtiefe erst einmal auf 5 lassen. Große Aufträge hintereinander sind genau das, was Google auffällt.
  • Wenn plötzlich leere Listen zurückkommen oder Aufträge fehlschlagen, bremst Google gerade deine IP-Adresse aus. Das löst sich meist nach Minuten bis Stunden von selbst — einfach Pause machen.
  • Behandle die Liste als Rechercheergebnis, nicht als fertige Datenbank. Die Daten kommen ungeprüft aus Google Maps, und weiterverkaufen darfst du sie nicht.
  • Die E-Mail-Suche macht den Durchlauf deutlich langsamer. Schalte sie nur ein, wenn du die Adressen wirklich brauchst.
  • Das Kit ist ein Aufsatz auf den Open-Source-Scraper von Georgios Komninos (MIT-Lizenz) — beide Teile sind frei nutzbar, die Arbeit dahinter stammt von ihm.

Und noch einmal der wichtigste Punkt: Eine Liste zu haben heißt nicht, dass du alle darauf anschreiben darfst. In Deutschland ist Werbung per E-Mail ohne Einwilligung auch gegenüber Firmen riskant. Ein Anruf, ein Blick auf die Webseite, eine saubere Vorauswahl — dafür ist so eine Liste gut.

Ähnliche Guides