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Claude & ChatGPTArbeit·10 Minuten·Zuletzt geprüft: August 2026

Der KI-Beirat: Fünf Berater prüfen deine Entscheidung

Ein Skill für Claude und ChatGPT: Fünf bewusst einseitige Berater prüfen deine Entscheidung, bewerten sich anonym gegenseitig — und der Chef spricht ein klares Urteil mit konkreter Montagmorgen-Aktion.

✓ Von mir getestet✓ Ohne Vorkenntnisse✓ Kostenlos

Philipp

Hey, ich bin Philipp 👋

Deine KI sagt dir, was du hören willst — aber nicht, was du hören musst. Genau dafür haben wir im Video den Beirat gebaut: einen Skill, der jede wichtige Entscheidung von fünf bewusst einseitigen Beratern prüfen lässt, bevor ein Chef das klare Urteil spricht. Funktioniert in Claude und in ChatGPT — hier ist der komplette Weg, inklusive Skill-Datei zum Herunterladen.

Der Anlass: Stanford hat elf KI-Modelle getestet und herausgefunden — sie stimmen dir 49 % öfter zu, als ein echter Mensch es tun würde. Jede Antwort fühlt sich gut an, aber bei wichtigen Entscheidungen ist genau das gefährlich.

1Das steckt hinter dem Beirat

Eine einzelne KI-Antwort tendiert zum ausgewogenen Mittelmaß: ein bisschen Pro, ein bisschen Contra, am Ende „es kommt darauf an“. Der Beirat verhindert das, indem fünf bewusst einseitige Berater getrennt voneinander antworten — die Einseitigkeit ist kein Fehler, sondern der Mechanismus: Nur wer nicht abwägen muss, denkt seinen Winkel wirklich zu Ende.

Die fünf Berater

  • Der Neinsager — sucht, was schiefgehen kann: Risiken, Fehlannahmen, Worst Cases.
  • Der Warum-Frager — zerlegt deine Annahmen und geht an die Wurzel der Frage.
  • Der Optimist — sieht die Chancen und Hebel, die du übersiehst.
  • Der Neue — kennt dein Thema nicht und sieht genau deshalb mehr.
  • Der Macher — fragt nur: Was tust du Montagmorgen?

2Lade den Skill herunter

Der Beirat ist eine kleine Skill-Datei. Du lädst sie gleich unverändert hoch — nichts entpacken, nichts bearbeiten. Ein und dieselbe Datei funktioniert in Claude und in ChatGPT; du brauchst nur einen der beiden Wege.

beirat.skill herunterladen

Genau diese Datei lädst du in Schritt 3 oder 4 hoch — sie funktioniert in Claude und ChatGPT.

3Weg A: In Claude hochladen

Öffne claude.ai und geh links unten auf „Anpassen“ → „Skills“. Klick dort auf „Hinzufügen“ und wähl „Skill hochladen“.

Claude-Einstellungen: die Skills-Liste mit dem Menü „Hinzufügen“ und der Option „Skill hochladen“
In den Claude-Einstellungen: Anpassen → Skills → Hinzufügen → Skill hochladen

Zieh die Datei beirat.skill in das Upload-Fenster. Claude prüft den Skill kurz auf Sicherheit — in der Regel ein bis zwei Minuten, danach ist er einsatzbereit.

Das Upload-Fenster „Fähigkeit hochladen“ von Claude mit der Datei SKILL.md im Ablegebereich
Datei ins Fenster ziehen — Claude prüft sie kurz und schaltet den Skill frei

4Weg B: In ChatGPT hochladen

In ChatGPT findest du Skills unter „Plugins“ → Tab „Skills“. Klick auf das Plus und wähl „Vom Computer hochladen“.

Der Skills-Bereich von ChatGPT mit dem geöffneten Plus-Menü und der Option „Vom Computer hochladen“
In ChatGPT: Plugins → Skills → Plus → Vom Computer hochladen

Auch hier: einfach die Datei beirat.skill in das Fenster ziehen.

Das Upload-Fenster „Eine Fähigkeit-Datei hochladen“ von ChatGPT mit der Datei SKILL.md
Das Upload-Fenster in ChatGPT — dieselbe Datei wie bei Claude

5Ruf den Beirat auf

Öffne einen neuen Chat, tipp /beirat ein und stell direkt danach deine Frage — die Entscheidung, die Idee oder den Plan, den du prüfen lassen willst.

So rufst du den Beirat auf

/beirat [DEINE ENTSCHEIDUNG, IDEE ODER DEIN PLAN]

Das Claude-Eingabefeld mit dem eingetippten Befehl /beirat
In Claude: /beirat eintippen, Frage anhängen, abschicken
Das ChatGPT-Eingabefeld mit dem eingetippten Befehl /beirat
In ChatGPT funktioniert der Aufruf genauso

6Das bekommst du zurück

Der Beirat arbeitet in drei Runden: Erst antworten die fünf Berater unabhängig voneinander, jeder voll in seinem Winkel. Dann werden die Antworten anonymisiert und die Berater bewerten sich gegenseitig — bewertet wird das Argument, nicht die Rolle. Am Ende spricht der Chef das Urteil.

Das Chef-Urteil hat immer fünf Teile

  • Konsens — wo mehrere Berater unabhängig voneinander auf dasselbe kommen.
  • Spannungen — wo sich die Berater echt widersprechen, und wovon es abhängt, wer recht hat.
  • Blindstellen — was keiner auf dem Schirm hatte, auch du nicht.
  • Klare Empfehlung — eine Entscheidung, in einem Satz begründet.
  • Die Montagmorgen-Aktion — die eine konkrete Handlung, mit der es losgeht.
Kein „einerseits, andererseits“: Der Chef entscheidet — und darf einzelnen Beratern ausdrücklich widersprechen, wenn deren Punkt der Bewertung nicht standgehalten hat.

7Ohne Skill-Upload: der Beirat als Prompt

Du willst nichts hochladen oder hast keinen bezahlten Plan? Dann kopier dir den kompletten Beirat als Prompt — gleicher Ablauf, gleiche Berater, direkt in einen neuen Chat einfügen und deine Frage am Ende ersetzen.

Der komplette Beirat-Prompt

Agiere für diese Aufgabe als mein Beirat — nach genau dieser Anleitung. Meine Frage steht ganz am Ende. Eine einzelne KI-Antwort tendiert zum ausgewogenen Mittelmaß: ein bisschen Pro, ein bisschen Contra, am Ende „es kommt darauf an“. Der Beirat verhindert das, indem er fünf bewusst einseitige Perspektiven getrennt voneinander antworten lässt, sie sich anschließend anonym gegenseitig bewerten lässt und erst danach ein klares Urteil spricht. Die Einseitigkeit ist kein Fehler, sondern der Mechanismus: Nur wer nicht abwägen muss, denkt seinen Winkel wirklich zu Ende. Die fünf Berater: Der Neinsager — sucht, was schiefgehen kann. Denkt in Risiken, Fehlannahmen und Worst Cases: Was fehlt? Was wird scheitern? Woran sind andere mit derselben Idee gescheitert? Er verbietet sich Lob, Beschwichtigung und „aber im Prinzip ist die Idee gut“. Der Warum-Frager — zerlegt deine Annahmen. Ignoriert die Oberfläche der Frage und geht an die Wurzel: Welches Problem soll hier eigentlich gelöst werden? Welche unausgesprochenen Annahmen stecken in der Frage — und welche davon halten einer Prüfung nicht stand? Er verbietet sich, die Frage einfach so zu beantworten, wie sie gestellt wurde. Der Optimist — sieht die Chancen, die du übersiehst. Fragt: Was wäre die große Version davon? Welche Möglichkeiten, Hebel und Nebeneffekte stecken in der Idee, die der Fragende selbst noch nicht sieht? Er verbietet sich, Risiken auch nur zu erwähnen — dafür ist der Neinsager da. Der Neue — kennt dein Thema nicht, und sieht genau deshalb mehr. Antwortet ohne jedes Fachwissen, stellt die naiven Fragen, die sich Insider nicht mehr trauen, und deckt auf, wo Fachblindheit die Sicht verstellt („Warum macht man das überhaupt so?“). Er verbietet sich Fachjargon und Expertenwissen. Der Macher — fragt nur: Was tust du Montagmorgen? Interessiert sich ausschließlich für Umsetzung: erster Schritt, Aufwand, wer macht es, bis wann, woran merkt man, dass es funktioniert. Er verbietet sich Theorie, Strategie-Debatten und alles, was sich nicht in einen Kalender eintragen lässt. Der Ablauf: Schritt 1 — Frage schärfen: Formuliere in 1–2 Sätzen, welche Entscheidung hier wirklich ansteht — oft ist die echte Frage eine andere als die gestellte. Fehlt eine entscheidende Information, stelle höchstens eine kurze Rückfrage; ansonsten benenne deine Annahme in einem Satz und leg los. Schritt 2 — Fünf unabhängige Antworten: Jeder Berater antwortet mit 150–200 Wörtern, voll in seinem Winkel, ohne Abschwächung und ohne Bezug auf die anderen. Schreibe jede Antwort so, als gäbe es die anderen vier nicht. Schritt 3 — Anonyme gegenseitige Bewertung: Mische die fünf Antworten und benenne sie in Antwort A bis E um — die Zuordnung zu den Beratern bleibt zunächst verdeckt. Dann bewertet jeder Berater kurz (2–3 Sätze) aus seiner Perspektive: Welche Antwort ist die stärkste, welche die schwächste, und welche Blindstelle teilen alle fünf? Nach der Bewertungsrunde wird die Zuordnung aufgelöst (A = …, B = …). Bewertet wird das Argument, nicht die Rolle. Schritt 4 — Das Urteil vom Chef: Der Chef hat alles gelesen und spricht ein klares Urteil. Kein „einerseits, andererseits“: Der Chef entscheidet. Das Urteil hat immer fünf Teile: 1. Konsens — wo mehrere Berater unabhängig voneinander auf dasselbe kommen. 2. Spannungen — wo sich die Berater echt widersprechen, und wovon es abhängt, wer recht hat. 3. Blindstellen — was keiner auf dem Schirm hatte. 4. Klare Empfehlung — eine Entscheidung, in einem Satz begründet. 5. Die Montagmorgen-Aktion — die eine konkrete Handlung, mit der es losgeht. Grundsätze: Keine Abschwächung — die Balance entsteht durch den Rat als Ganzes, nicht in der einzelnen Antwort. Das Urteil ist das Herzstück. Antworte auf Deutsch, per Du. Meine Frage: [DEINE ENTSCHEIDUNG, IDEE ODER DEIN PLAN]

8Wichtig zu wissen

  • Zum Hochladen eigener Skills brauchst du einen bezahlten Plan — im Video nutzen wir Claude Pro bzw. ChatGPT Plus. Die Prompt-Variante aus Schritt 7 funktioniert auch ohne Upload.
  • Der Beirat lohnt sich für echte Entscheidungen — eine Faktenfrage braucht keine fünf Perspektiven.
  • Die Berater sind absichtlich einseitig. Lies keine Antwort als „die Meinung der KI“ — die Balance entsteht erst im Urteil des Chefs.

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