Hey, ich bin Philipp 👋
Viele tippen in ChatGPT Dinge, die sie nicht einmal ihrem Arzt erzählen würden — und gehen davon aus, dass das privat bleibt. Ist es nicht: Standardmäßig darf OpenAI deine Chats zum Trainieren nutzen, in bestimmten Fällen lesen Menschen mit, und geteilte Chat-Links sind für jeden erreichbar. Genau das habe ich im Video durchgespielt — hier ist der komplette Weg mit den Einstellungen, die du in fünf Minuten änderst.
1Das Training abschalten
Die wichtigste Einstellung zuerst: „Das Modell für alle verbessern“ ist bei neuen Konten eingeschaltet. Solange sie an ist, dürfen deine Unterhaltungen zum Trainieren der Modelle verwendet werden. So schaltest du sie aus:
Klickpfad
- Unten links auf dein Profil klicken → „Einstellungen“
- Links im Menü „Datenkontrollen“ wählen
- Oben steht „Das Modell für alle verbessern · Ein“ — auf die Zeile klicken
- Im Fenster „Modellverbesserung“ den Schalter bei „Das Modell für alle verbessern“ ausschalten → „Erledigt“



2Wer außerdem mitlesen kann
Auch mit ausgeschaltetem Training bleibt der Chat kein reiner Zwiegespräch-Raum. Im Video gehe ich drei Gruppen durch: Eine Software scannt Unterhaltungen und markiert, was als gefährlich gilt — dann schaut ein Mensch aus dem Sicherheitsteam hinein. Dazu kommen angestellte und externe Trainerinnen und Trainer, unter anderem in Kenia, auf den Philippinen und in Indien, die anonymisierte Chat-Ausschnitte lesen und bewerten, wie gut und sicher die Antworten sind.


3Geteilte Links sind öffentlich
Oben rechts in jedem Chat gibt es „Teilen“. Klickst du dort auf „Link erstellen“, entsteht eine Seite, die jeder mit dem Link ansehen kann — das steht sogar klein im Dialog: „Alle mit dem Link können diesen Chat ansehen.“ Genau solche Links hat Google in der Vergangenheit indexiert, und persönliche Infos aus Chats waren plötzlich per Suche auffindbar.


Prüfe deshalb, welche Links du in der Vergangenheit erzeugt hast — und lösche, was nicht mehr öffentlich sein soll:
Klickpfad
- Profil → „Einstellungen“ → „Datenkontrollen“
- Zeile „Weitergegebene Links“ → „Verwalten“
- In der Liste jeden Link einzeln löschen — oder alle auf einmal

4Gelöscht heißt nicht sofort weg
Der letzte Punkt aus dem Video: Gelöschte Chats und temporäre Chats können bis zu 30 Tage gespeichert bleiben, bevor sie endgültig verschwinden. Wer also etwas Sensibles gepostet hat, sollte das mitdenken — Löschen ist gut, aber keine Sofortlöschung.

Wichtig zu wissen
Ehrlich eingeordnet
- Die Einstellungen im Guide stammen aus meiner ChatGPT-Web-App (Stand September 2026). OpenAI benennt Menüpunkte gelegentlich um — die Logik bleibt: Profil → Einstellungen → Datenkontrollen.
- Das Abschalten des Trainings verhindert die Nutzung deiner Chats für neue Modelle. Es verhindert nicht, dass Sicherheitsprüfungen stattfinden oder dass du selbst einen Chat teilst.
- Für Firmen- oder Kundendaten gilt: Business-/Enterprise-Tarife haben eigene Regeln — dieser Guide beschreibt das normale Konto.
- Die Aussagen zu Sicherheitsteams, externen Trainern und den indexierten Links geben wieder, was ich im Video erkläre; eine juristische Bewertung ist das nicht.