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ChatGPTAlltag·5 Minuten·Zuletzt geprüft: September 2026

Dein ChatGPT-Chat ist nicht privat — wer mitliest und welche Einstellung du sofort ändern solltest

OpenAI, Sicherheitsteams und externe Trainer können deine Chats sehen, geteilte Links sind öffentlich. Hier sind die Einstellungen, mit denen du das eindämmst.

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Philipp

Hey, ich bin Philipp 👋

Viele tippen in ChatGPT Dinge, die sie nicht einmal ihrem Arzt erzählen würden — und gehen davon aus, dass das privat bleibt. Ist es nicht: Standardmäßig darf OpenAI deine Chats zum Trainieren nutzen, in bestimmten Fällen lesen Menschen mit, und geteilte Chat-Links sind für jeden erreichbar. Genau das habe ich im Video durchgespielt — hier ist der komplette Weg mit den Einstellungen, die du in fünf Minuten änderst.

Das Video zum Guide — startet stumm, den Ton schaltest du über das Lautsprecher-Symbol ein.

1Das Training abschalten

Die wichtigste Einstellung zuerst: „Das Modell für alle verbessern“ ist bei neuen Konten eingeschaltet. Solange sie an ist, dürfen deine Unterhaltungen zum Trainieren der Modelle verwendet werden. So schaltest du sie aus:

Klickpfad

  • Unten links auf dein Profil klicken → „Einstellungen“
  • Links im Menü „Datenkontrollen“ wählen
  • Oben steht „Das Modell für alle verbessern · Ein“ — auf die Zeile klicken
  • Im Fenster „Modellverbesserung“ den Schalter bei „Das Modell für alle verbessern“ ausschalten → „Erledigt“
ChatGPT-Profilmenü mit den Einträgen Tarif upgraden, Personalisierung, Profil, Einstellungen, Hilfe, Abmelden
Schritt 1: Über das Profilmenü unten links kommst du in die Einstellungen.
Einstellungen → Datenkontrollen mit der Zeile „Das Modell für alle verbessern · Ein“ und weiter unten „Weitergegebene Links · Verwalten“
Schritt 2: Unter Datenkontrollen steht die Trainings-Einstellung ganz oben — und weiter unten die geteilten Links, zu denen wir gleich kommen.
Dialog Modellverbesserung mit dem eingeschalteten Schalter „Das Modell für alle verbessern“ sowie den Schaltern für Audio- und Videoaufnahmen
Schritt 3: Der Schalter ist standardmäßig an. Aus, Erledigt, fertig.
Im selben Fenster siehst du auch „Audioaufnahmen einbeziehen“ und „Videoaufnahmen einbeziehen“. Wenn du den Sprachmodus nutzt, lohnt sich ein Blick darauf — bei mir waren beide aus.

2Wer außerdem mitlesen kann

Auch mit ausgeschaltetem Training bleibt der Chat kein reiner Zwiegespräch-Raum. Im Video gehe ich drei Gruppen durch: Eine Software scannt Unterhaltungen und markiert, was als gefährlich gilt — dann schaut ein Mensch aus dem Sicherheitsteam hinein. Dazu kommen angestellte und externe Trainerinnen und Trainer, unter anderem in Kenia, auf den Philippinen und in Indien, die anonymisierte Chat-Ausschnitte lesen und bewerten, wie gut und sicher die Antworten sind.

Raster aus Chat-Kacheln, eine Lupe fährt darüber, zwei Kacheln sind rot markiert, daneben eine Person
Erst scannt die Software, dann liest bei markierten Chats ein Mensch mit.
Stilisierte Weltkarte mit Pins bei Kenia, Indien und den Philippinen
Externe Trainer bewerten anonymisierte Ausschnitte — die drei Länder aus dem Video.
Daraus folgt eine einfache Regel für den Alltag: Nichts in einen Chat schreiben, was du nicht auch einem fremden Sachbearbeiter schreiben würdest — Klarnamen Dritter, Diagnosen, Kontodaten, Vertragsdetails.

Oben rechts in jedem Chat gibt es „Teilen“. Klickst du dort auf „Link erstellen“, entsteht eine Seite, die jeder mit dem Link ansehen kann — das steht sogar klein im Dialog: „Alle mit dem Link können diesen Chat ansehen.“ Genau solche Links hat Google in der Vergangenheit indexiert, und persönliche Infos aus Chats waren plötzlich per Suche auffindbar.

ChatGPT-Dialog „Photosynthese einfach erklärt teilen“ mit Chat-Vorschau, dem Hinweis „Alle mit dem Link können diesen Chat ansehen“ und dem Button „Link erstellen“
Der Teilen-Dialog sagt es selbst: Alle mit dem Link können den Chat ansehen.
Nachgebaute Google-Ergebnisseite mit drei chatgpt.com/share-Treffern, in den Vorschautexten sind persönliche Angaben markiert
So sah das Problem aus: geteilte Chats als Google-Treffer, inklusive persönlicher Details (nachgestellt).

Prüfe deshalb, welche Links du in der Vergangenheit erzeugt hast — und lösche, was nicht mehr öffentlich sein soll:

Klickpfad

  • Profil → „Einstellungen“ → „Datenkontrollen“
  • Zeile „Weitergegebene Links“ → „Verwalten“
  • In der Liste jeden Link einzeln löschen — oder alle auf einmal
Liste „Geteilte Links“ mit drei Einträgen, Datum und Löschen-Aktion
Hier stehen alle Chats, die du je geteilt hast (nachgestellt) — prüfen und aufräumen.

4Gelöscht heißt nicht sofort weg

Der letzte Punkt aus dem Video: Gelöschte Chats und temporäre Chats können bis zu 30 Tage gespeichert bleiben, bevor sie endgültig verschwinden. Wer also etwas Sensibles gepostet hat, sollte das mitdenken — Löschen ist gut, aber keine Sofortlöschung.

Zwei Zähler: Gelöschte Chats 30 Tage, Temporäre Chats 30 Tage
Bis zu 30 Tage — für gelöschte wie für temporäre Chats.

Wichtig zu wissen

Ehrlich eingeordnet

  • Die Einstellungen im Guide stammen aus meiner ChatGPT-Web-App (Stand September 2026). OpenAI benennt Menüpunkte gelegentlich um — die Logik bleibt: Profil → Einstellungen → Datenkontrollen.
  • Das Abschalten des Trainings verhindert die Nutzung deiner Chats für neue Modelle. Es verhindert nicht, dass Sicherheitsprüfungen stattfinden oder dass du selbst einen Chat teilst.
  • Für Firmen- oder Kundendaten gilt: Business-/Enterprise-Tarife haben eigene Regeln — dieser Guide beschreibt das normale Konto.
  • Die Aussagen zu Sicherheitsteams, externen Trainern und den indexierten Links geben wieder, was ich im Video erkläre; eine juristische Bewertung ist das nicht.

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